Spotify: People based Marketing

#Media-Mix #Musik #Spotify #Werbeformate

Neben den etablierten Kanälen wie Google-Ads, Facebook und Instagram poppt langsam aber sicher ein bislang wenig genutzter, alternativer Kanal im Fokus des Media-Mix auf: Spotify.

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Der Musikstreaming-Dienst wird von rund 180 Millionen Usern aus 65 Ländern genutzt. Am Desktop aber auch auf Connected Devices wie Konsolen und Autos. Abzüglich der Premium-Variante, welche werbefrei ist, bleiben noch immer 97 Millionen User in der Basic-, also Gratisversion übrig. Diese nehmen Werbung in Kauf.

Der Großteil der Audionutzung findet dann statt, während die User visuell „verhindert“ sind. Im Auto, in der Dusche, beim Sport. Das macht die Sache gleich deutlich interessanter. Ebenso sind Audiobotschaften zielsicherer als so mancher Banner. Nebenbei derzeit ungefährdet von einem Adblocker ausgefiltert zu werden.

62 Prozent der User des Streamingdienstes sind in der Altersgruppe 18-34 Jahre. Die Nutzer sind der Plattform genau bekannt, denn die „Menschen hören mit Spotify nicht nur Musik. Sie leben mit uns“ (Spotify for Brands). Rückschlüsse über das Userverhalten werden mit Hilfe von „Streaming Intelligence“ gesammelt. Die digitalen Werbeformen wie Display, Bewegtbild und Audio können punktgenau eingesetzt werden denn das Targeting nach Alter, Geschlecht, Tageszeit, Stimmung, Interessen uvm. bietet sehr exakte Daten.

Derzeit betragen die Werbeeinnahmen bei Musik-Streaming ca. 1,5 Milliarden Dollar. Bereits 2030 sollen die Einnahmen auf knapp 7 Milliarden Dollar ansteigen. Die unmittelbare Zukunft geht in Richtung Audio – Amazon Echo, Google Home, Siri usw. verzichten auf Displays und unterstützen rein per Sprachbefehl die User, suchen Informationen, nehmen Bestellungen auf und vieles mehr.

Ein Spezial-Werbeformat von Spotify ist zum Beispiel die Sponsored Session oder Playlist. Den Usern wird 30 Minuten Musik ohne Werbeunterbrechung geschenkt. Das wird lobend anerkannt und steigert die Marke des Sponsors. Ebenso interaktive Kampagnen in Kombination mit Micropages sind möglich – international sorgte etwa der Profil-Analyzer im Rahmen der Bewerbung der Netflix-Serie “Stranger Things” für Aufmerksamkeit. Auf dieser Micropage konnten Spotify-UserInnen ihr Profil analysieren lassen und anhand des eigenen Musikgeschmackes wurde ihnen dann ein Charakter der Serie zugewiesen – dessen Lieblingsmusik wiederum konnte dann anschließend als Playlist angehört werden.

Wenn man also so möchte, dreht der Werbewind auf eine neue Art der Radiowerbung. Zugeschnitten auf den jeweiligen User vor dem Lautsprecher. Der Kreation und Umsetzung sind derzeit keine Grenzen gesetzt. Wir freuen uns auf jeden Fall über diese neuen Werbemöglichkeiten bei Spotify.

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